Sparfüchse dämmen jetzt

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Steuervorteile und Zuschüsse machen das energetische Sanieren noch attraktiver

Die neuen Förderbedingungen für das energetische Sanieren kommen sehr gut an: Seitdem 2020 das Programm „Energieeffizient Bauen und Sanieren“ der KfW erheblich verbessert wurde, boomt die Nachfrage.

Nach Angaben der Förderbank wurde in den ersten sechs Monaten mehr als doppelt so viel in energieeffiziente Gebäude investiert als im Vorjahreszeitraum. Beim privaten Bauen beträgt der Anstieg sogar mehr als 180 Prozent. Alternativ kann man sich die Ausgaben teilweise über die Einkommensteuer-Erklärung erstatten lassen. Bares Geld können Modernisierer zudem durch die befristete Senkung der Mehrwertsteuer bis Jahresende sparen – das allein kann mehrere Hundert Euro ausmachen.

Gute Gründe also, nicht länger mit der energetischen Modernisierung des Eigenheims zu zögern.

Steuervorteile für das Sanieren nutzen

Die temporäre Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf 16 Prozent dürfte für einen zusätzlichen Run sorgen. „Um neben den Förderprogramm vom Vorteil bei der Umsatzsteuer zu profitieren, sollten sich Hauseigentümer bald freie Termine im örtlichen Handwerk sichern“, empfiehlt Ulrich Krenn von der Initiative Qualitätsgedämmt e.V. „Das Gesamtpaket aus Krediten, Zuschüssen und Steuervorteilen macht das energetische Sanieren finanziell so attraktiv wie kaum zuvor.“

Ein wesentlicher Vorteil: Auch Einzelmaßnahmen sind jetzt förderfähig. So ist es möglich, sich zunächst für die Dämmung der Fassade zu entscheiden, weitere Sanierungsmaßnahmen können später folgen. Dazu hat die KfW den Tilgungszuschuss auf 20 Prozent erhöht. Alternativ kann man sich bis zu 20 Prozent der Kosten in Form von Steuerermäßigungen zurückholen. Wer das Eigenheim zum KfW-Effizienzhaus modernisiert, kann Zuschüsse von 25 bis 40 Prozent nutzen.

Unter www.dämmen-lohnt-sich.de gibt es einen Überblick über die Möglichkeiten und Ansprechpartner im Handwerk. Praktisch ist auch der Steuerspar-Rechner, mit dem man online den voraussichtlichen Vorteil errechnen kann.

Dämmen ist der erste Schritt zum energieeffizienten Gebäude

Die Dämmung der Gebäudehülle empfiehlt sich für die meisten Altbauten als erster Schritt, um direkt den Energieverbrauch zu drosseln und somit einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Auch weitere Maßnahmen profitieren davon.

So kann eine neue Heizung aufgrund der verbesserten Energieeffizienz oft kleiner und somit kostengünstiger dimensioniert werden. Vom Sanieren profitiert aber nicht nur die Umwelt: Dämmen ist gleichzeitig eine Investition in den Werterhalt und die Wertsteigerung der Immobilie.

Zudem verbessert sich ganzjährig das Raumklima, was mehr Behaglichkeit und einen höheren Wohnkomfort mit sich bringt. (djd)

Schritt zum energieeffizienten Gebäude

Wohlfühlen im Zuhause: Eine Wärmedämmung hilft nicht nur beim Energiesparen, sondern verbessert ganzjährig auch das Raumklima. Die Fassadendämmung ist der erste Schritt zu mehr Energieeffizienz im Eigenheim.

Fotos: oh/djd/Qualitätsgedämmt/Getty Images/simazoran

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