Investor errichtet 70 Eigentumswohnungen

Investor errichtet 70 Eigentumswohnungen

Hellwinkel Terrassen: Stadt erteilt Baugenehmigungen für zwei Baufelder

Stadtbaurat Hirschheide (rechts) übergibt die Baugenehmigungen für Baufelder in den Hellwinkel Terrassen an Karl Schulte Hubbert, Geschäftsführer der SH Grundstücksgesellschaft, und den Architekten Dr. Rüdiger Stauth (links).
Foto: oh/Stadt Wolfsburg.


Der Investor und Projektentwickler SH Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG mit Sitz in Hamburg, hat die Genehmigung für den Bau von 70 Eigentumswohnungen im ersten Bauabschnitt der Hellwinkel Terrassen erhalten. Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide übergab die Baugenehmigungen an den Geschäftsführer Karl Schulte Hubbert. „Ich freue mich, dass sich mit der Entwicklung der beiden Baufelder die letzten Lücken im ersten Bauabschnitt schließen. Gemeinsam mit dem Investor setzen wir mit den beiden ‚Dörfern‘ nachbarschaftliches Leben in städtischer Umgebung um“, unterstreicht Hirschheide.

Blick in einen Innenhof der Reihenhäuser an den Wiesenterrassen mit privaten Außenbereichen und Gemeinschaftsflächen.
Foto: oh/Stadt Wolfsburg, Lars Landmann.

 
Noch in diesem Jahr sollen die ersten bauvorbereitenden Arbeiten auf den Grundstücken erfolgen. Die Entwürfe kommen aus dem Braunschweiger Büro Stauth Architekten. Die Freiraumgestaltung wurde durch das Büro NSP aus Hannover geplant. Die Außenräume verfügen über gemeinschaftliche Spiel- und Aufenthaltsflächen sowie kleinräumige Privatgärten. Der Charakter von Wolfsburgs neuem Wohnquartier gewinnt nun deutlich an Konturen. Auf sechs Baufeldern werden in diesen Wochen neue Wohngebäude fast parallel fertiggestellt. In zentraler Lage setzt die Stadt auf zwei ehemaligen Kleingartenflächen bewusst Zeichen im Hinblick auf Nachhaltigkeit, Mobilität und Gestaltung. Im ersten Bauabschnitt wurden seit 2016 insgesamt 14 Baufelder über mehrere Investorenauswahlverfahren vergeben, von denen vier bereits bezogen sind. Mit den zusätzlichen sechs Baufeldern sind jetzt rund 70 Prozent der Hochbauten fertig.
 
Bei den nahezu fertigen Bauten handelt sich um eine so genannte „Reislinger Reihe“ und einen Wohnhof im Norden direkt an der Reislinger Straße sowie zwei weitere Baufelder mit Reihenhäusern, die alle städtische Formen des Wohnens mit eigenem privatem Außenraum bieten. An der nordwestlichen Ecke des Quartiers, neben dem Kindergarten, entstanden zwei sich parallel gegenüberstehende Gebäuderiegel in unterschiedlichen Wohnungsgrößen von Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen auf rund 47 bis 129 Quadratmetern. Ein gemeinsamer Innenhof wird nach Norden vor dem Verkehrslärm geschützt. Die Blockrandbebauung ist ebenfalls in zwei Gebäudekörper gegliedert, die den Innenhof L-förmig umschließen. An den Wiesenterrassen wurden Reihenhäuser in parallelen Gebäuderiegeln erstellt.
 
Eine gemeinsame gestalterische Handschrift für das Quartier, die vor Vergabe der Grundstücke in drei Gestaltungshandbüchern erarbeitet und festgelegt wurde, verbindet die Neubauten. Ein geklinkerter anthrazitfarbener Sockel betont jeweils das Erdgeschoss und nimmt die unterschiedlichen Höhen des terrassierten Geländes auf. Die Obergeschosse sind gegenüber dem dunklen Ziegelsockel in hellem Putz abgesetzt. Alle Hof- und Reihenhaustypen umschließen Innenhöfe, die sich in Ost-Westrichtung durchqueren lassen. Mit einem niedrigeren südlichen und einem höheren nördlichen Gebäude folgt die Ausbildung der Baukörper der optimalen Besonnung aller Wohnungen von Süden oder Westen. Hinzu kommen zwei Wohnhochhäuser im Süden an der Waldkante mit Mietwohnungen auf zwölf Etagen. Auf konisch zulaufenden Grundstücken markieren sie den westlichen Eingang in das Quartier am Nelkenweg. Ein aus dem Ziegelsockel weitergeführtes Rastersystem mit bewussten Störungen und Ergänzungen prägt die Fassaden der beiden Punkthochhäuser. Der Grundriss bietet in dieser inneren Struktur sehr flexible Möglichkeiten, so dass ein breit gestreuter Wohnungsmix entstanden ist, der in den oberen Geschossen auch zweigeschossige Maisonette-Wohnungen umfasst.
 
Für alle Wohnungsbauten gilt, dass je nach Wohnungsgröße mindestens ein Kraftfahrzeug-Stellplatz pro Wohneinheit in Tiefgaragen untergebracht ist, von denen viele Einstellplätze mit Lademöglichkeiten ausgestattet werden, um der künftigen Elektromobilität Rechnung zu tragen. Außerdem war bewusst eine hohe Zahl Fahrradstellplätze gefordert, die im Außenbereich, in dafür vorgesehenen Räumen im Erdgeschoss und in den Tiefgaragen untergebracht sind.
Begrünte Dächer verhindern die Aufheizung der unter dem Dach liegenden Räume und sorgen im Winter für ausreichende Isolierung. Gründächer bieten auch eine optimale Voraussetzung für nachhaltiges Regenwassermanagement, weil sie eine zeitverzögerte Ableitung des Regenwassers gewährleisten. Auf einigen Grundstücken wurden zusätzlich Retentionsflächen angelegt, in denen Stauraumkanäle, sofern erforderlich, vorgesehen sind. Durch diese Maßnahmen wird der Regenwasserabfluss deutlich reduziert. Hinzu kommt eine bewusste Fassadenbegrünung der Neubauten auf den West- und Ostfassaden.
 
Um den hohen Energiestandard zu erreichen, wurde bei allen Gebäuden besonderer Wert auf die Außenhülle gelegt. Die Dämm-Materialien sollten dabei nachhaltig und recyclebar sein. Die Wärmeversorgung des Quartiers erfolgt über einen Anschluss an das örtliche Fernwärmenetz. Um aus den Erfahrungen weiter zu lernen, führt die Stadt Wolfsburg für die Gebäude ein Energie-Monitoring durch im Rahmen eines Förderprojektes der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).
Weitere Information zu den Bauprojekten finden sich auf den städtischen Internetseiten unter wolfsburg.de/hellwinkel-terrassen.
 
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AutorHH